Neben den Themen „Fachkräfte/demografische Entwicklung“, „Erhöhter Wettbewerbsdruck“, „Digitalisierung/KI“ und „Bürokratie“, die seit drei Jahren an der Spitze der Herausforderungen stehen, sorgen sich die Unternehmerinnen und Unternehmer insbesondere im Produzierenden Gewerbe um die Standortbedingungen in Deutschland.
Grundlegend für die Einschätzung, welche Themen in den kommenden 2 Jahren zur Herausforderung werden, ist daher nach Ansicht der Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sich die Standortbedingungen in Deutschland entwickeln: Diejenigen, die von einer weiteren Verschlechterung ausgehen, sehen die Herausforderungen „Fachkräfte/demografische Entwicklung“ und „Steigenden Wettbewerbsdruck“ als besonders relevant an. Diejenigen, die eine Verbesserung erwarten, sehen in der digitalen Transformation die größte Herausforderung.
„Alle Herausforderungen, die die befragten Unternehmerinnen und Unternehmer nannten, stehen in enger Verbindung zueinander. Wir haben daher erstmals in Ergänzung zur Befragung, Nachrichtendaten zu den am häufigsten genannten Handlungsfeldern mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ausgewertet“, berichtet IfM-Wissenschaftlerin Dr. Siegrun Brink. Dabei zeigte sich, dass die digitale Transformation und der Einsatz digitaler Technologien inklusive Künstlicher Intelligenz hilfreich sein können, um den Bürokratierückbau voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel spielt zwar auch der Einsatz von digitalen Technologien eine wichtige Rolle – zugleich bremst aber der Mangel an entsprechend ausgebildeten Fachkräften die digitale Transformation.