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Wall Street senkt Ölpreisprognosen – Handelsspannungen und OPEC-Strategie sorgen für Unsicherheit

Wall Street erwartet niedrigere Ölpreise für das laufende Jahr. In einer aktuellen Umfrage des Wall Street Journal revidieren führende Investmentbanken wie Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley ihre Prognosen nach unten. Der Preis für Brent-Rohöl wird im Jahresdurchschnitt nun bei 72,13 US-Dollar je Barrel gesehen – gut drei Dollar weniger als noch im Februar. Für West Texas Intermediate (WTI) liegt der neue Erwartungswert bei 68,36 US-Dollar je Barrel (vorher: 71,51 USD).

Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit durch neue US-Handelszölle. Präsident Trumps expansive Zollpolitik schürt Sorgen vor einer globalen Konjunkturabkühlung. Die Folge: Rückläufige Wachstumsprognosen, mögliche Inflationsimpulse – und ein erwarteter Rückgang der Ölnachfrage. Analysten sehen die Märkte zunehmend zwischen geopolitischem Risiko und makroökonomischem Abschwung gefangen.

Die Quartalsprognosen zeichnen einen moderaten Abwärtstrend. Im zweiten Quartal 2025 erwarten die Banken Brent bei 72,30 USD und WTI bei 68,32 USD pro Barrel. Bis zum Jahresende sollen die Preise weiter sinken – auf 70,55 USD (Brent) und 66,80 USD (WTI) im vierten Quartal.

Trotz der pessimistischen Ausblicke notierten Ölpreise am Montagabend fester. Brent legte um über 2 % zu und erreichte rund 74 US-Dollar je Barrel, nachdem Trump neue Sanktionen gegen Käufer russischen Öls sowie eine mögliche militärische Eskalation mit Iran angekündigt hatte. WTI wurde zeitgleich bei etwa 71 USD gehandelt.

Marktteilnehmer blicken nun auf zwei entscheidende Faktoren. Zum einen steht am Mittwoch die Veröffentlichung der sogenannten reciprocal tariffs an, Trumps angekündigte Gegenzollmaßnahme. Zum anderen tagt am Samstag der Ministerausschuss von OPEC+, der kurzfristig über Förderanpassungen entscheiden könnte. Das Kartell hatte zuletzt eine schrittweise Ausweitung der Produktion signalisiert – ein Kontrast zu den geopolitischen Spannungen, die die Angebotsseite ohnehin bereits belasten.

Der Ölmarkt bleibt damit in einem Spannungsfeld zwischen Angebotsrisiken und Nachfragesorgen – mit sinkendem Preispotenzial als Konsequenz.

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