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Chinesischer Lidar-Hersteller Hesai plant erste Auslandproduktion zur Absicherung gegen geopolitische Risiken

Hesai, Chinas führender Hersteller von Lidar-Sensoren für autonomes Fahren, will 2026 seine erste Produktionsstätte außerhalb Chinas eröffnen. Kunden drängen das Unternehmen, seine Lieferkette zu diversifizieren, um sich vor geopolitischen Spannungen und möglichen Zöllen zu schützen.

Chief Financial Officer Andrew Fan erklärte, die Expansion ins Ausland sei ein strategischer Schritt, um Risiken zu minimieren und potenzielle logistische Störungen abzufedern. „Unsere Kunden sehen es als kluge Entscheidung, sich gegen geopolitische Unsicherheiten abzusichern“, sagte Fan.

Hesai steht seit letztem Jahr im Fokus der US-Regierung. Das Unternehmen wurde zunächst von der US-Verteidigungsbehörde auf eine Liste chinesischer Militärunternehmen gesetzt, später entfernt und im Oktober 2024 erneut aufgenommen. Hesai reichte daraufhin eine Klage ein und betonte, dass seine Produkte ausschließlich für zivile und kommerzielle Anwendungen bestimmt seien.

Trotz politischer Hürden konnte Hesai im vergangenen Jahr einen Großauftrag eines europäischen Autoherstellers gewinnen. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um Mercedes-Benz, das als erster westlicher Automobilkonzern chinesische Lidar-Technologie für Fahrzeuge außerhalb Chinas einsetzen will.

Fan betonte, dass das neue globale Lieferprogramm der nächste Schritt für das internationale Wachstum des Unternehmens sei. Die neue Fabrik soll noch 2025 in Bau gehen und Hunderte von Arbeitsplätzen schaffen. Der genaue Standort wurde nicht bekannt gegeben.

Am Dienstag legte die Hesai-Aktie an der US-Börse um 50 Prozent zu, nachdem das Unternehmen für 2024 erstmals einen operativen Gewinn gemeldet hatte. Analysten erwarten für 2025 einen bereinigten Nettogewinn von bis zu 500 Millionen Renminbi (69 Millionen US-Dollar), deutlich über bisherigen Prognosen.

Während US-Wettbewerber wie Luminar und Innoviz mit Rückschlägen kämpfen, profitiert Hesai vom starken Wachstum der chinesischen Elektrofahrzeugindustrie. 2024 hielten chinesische Anbieter bereits 65 Prozent des globalen Lidar-Marktes, und Analysten von S&P Global Mobility gehen davon aus, dass sie diese Position behaupten werden.

Die Kosten für chinesische Lidar-Sensoren liegen rund 50 Prozent unter denen westlicher Hersteller, was ihnen einen entscheidenden Vorteil verschafft. „2025 wird ein Schlüsseljahr für die Lidar-Adoption in China“, schrieb Goldman Sachs in einer Analyse.

Neben der Automobilbranche weitet Hesai sein Geschäft auf andere Industrien aus. Das Unternehmen liefert bereits Sensoren an den chinesischen Roboterhersteller Unitree sowie an Mova, einen Produzenten autonomer Rasenmähroboter.

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