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Musk investiert Millionen in Wisconsin – Tesla trotzt politischer Unruhe mit Absatzhoffnungen

13 Millionen US-Dollar für ein einzelnes Richteramt – Elon Musk greift tief in die Tasche. Sein Political Action Committee unterstützt in Wisconsin die Wahl des republikanischen Kandidaten Brad Schimel gegen die demokratische Richterin Susan Crawford. Ziel ist die konservative Mehrheit am Obersten Gerichtshof des Bundesstaates – ein Machtfaktor, der über die künftige Gestaltung der US-Wahlbezirke und somit über die Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus mitentscheiden könnte. Das Rennen hat sich längst zu einem nationalen Politikum entwickelt – mit Spendenhöhen, wie sie in solchen Regionalwahlen bislang kaum üblich waren.

Musk steht offen an der Seite Donald Trumps, den er nicht nur politisch unterstützt, sondern auch finanziell absichert: Wer sich im republikanischen Lager nicht loyal genug zeigt, muss laut Insidern mit von Musk finanzierten innerparteilichen Herausforderern rechnen. Das ist Druck mit Preisschild – und Teil einer Strategie, sich politischen Einfluss zu sichern, weit über wirtschaftliche Interessen hinaus.

Parallel dazu versucht Tesla, sich vom politischen Sturm zu lösen. Nach einem tiefen Kurseinbruch hat sich die Aktie zuletzt leicht erholt. Analysten wie Steve Man von Bloomberg Intelligence sehen vor allem operative Gründe für Optimismus: Der Produktionshochlauf der Gigafactories sowie der geplante Rollout des Model Y sorgen für Zuversicht, dass Tesla mittelfristig Marktanteile zurückgewinnt – trotz Protesten gegen das Unternehmen in Europa und wachsender Kritik an Musks öffentlichem Auftreten.

Besonders in China bleibt Musk populär, was für Tesla essenziell ist. Die Unsicherheit über langfristige Imagefolgen seiner politischen Positionierungen – etwa seine Nähe zu rechten US-Kreisen – bleibt. In den USA und Europa sinkt sein Ansehen, doch auf den Absatz in China wirkt sich das bislang kaum aus.

Verwirrung stiftete zudem Handelsminister Howard Lutnick, der im Fernsehen offen zum Aktienkauf riet. Beobachter werfen ihm nun vor, geltendes Recht verletzt zu haben, da seine Aussagen als staatliche Marktbeeinflussung gewertet werden könnten. Der Zeitpunkt war auffällig günstig – nur Stunden nach der Kurserholung von Tesla.

Musk hat das Narrativ gewechselt: Vom Unternehmer zum politischen Akteur mit Milliardenbudget. Ob sich Wähler und Märkte gleichermaßen lenken lassen, bleibt offen.

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