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StubHub peilt IPO mit 16,5-Milliarden-Dollar-Bewertung an – Rückenwind durch Boom im Konzertgeschäft

StubHub strebt einen Börsengang an der New Yorker Börse mit einem angestrebten Emissionserlös von über 1 Mrd. US-Dollar an und visiert damit eine Bewertung von rund 16,5 Mrd. US-Dollar. Der Online-Ticketmarktplatz, der massiv vom Konzerttour-Boom rund um Taylor Swift profitierte, hat entsprechende Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Tickersymbol soll „STUB“ lauten. Als Konsortialführer treten JPMorgan und Goldman Sachs auf.

Im vergangenen Jahr setzte StubHub 1,77 Mrd. US-Dollar um, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis konnte mit diesem Wachstum nicht Schritt halten: Aus einem Nettogewinn von 405 Mio. US-Dollar in 2023 wurde 2024 ein Verlust von 2,8 Mio. US-Dollar. Zum Jahresende belief sich die Nettoverschuldung auf 1,5 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen räumte in seinem Börsenprospekt „wesentliche Mängel“ in der Finanzberichterstattung ein.

Trotz der bilanziellen Schwächen will das Management von einem wieder erwachenden IPO-Markt profitieren. Während der S&P 500 seit Jahresbeginn 3,6 Prozent nachgegeben hat, ziehen Transaktionen wieder an: CoreWeave bereitet derzeit mit bis zu 2,7 Mrd. US-Dollar Volumen den größten Tech-Börsengang des Jahres vor, auch Klarna hat kürzlich ein US-Listing eingereicht. Alphabet sicherte sich diese Woche das Cybersecurity-Start-up Wiz für 32 Mrd. US-Dollar.

StubHub wickelte 2024 rund 8,7 Mrd. US-Dollar an sogenannten Gross Merchandise Sales ab – ein Anstieg um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über 40 Mio. Tickets wechselten über die Plattform den Besitzer. Allein Taylor Swifts „Eras“-Tour steuerte mit 665 Mio. US-Dollar etwa 10 Prozent zum Jahresumsatz bei – ein seltenes Einzelergebnis für ein Plattformgeschäft.

StubHub wurde im Jahr 2000 von Eric Baker mitgegründet, der das Unternehmen später verließ, bevor es 2007 für 310 Mio. US-Dollar an eBay verkauft wurde. 2019 kehrte Baker durch die Übernahme von StubHub durch Viagogo, das er 2006 gegründet hatte, zurück. Der Kaufpreis lag damals bei rund 4 Mrd. US-Dollar. Heute führt er den kombinierten Ticketanbieter durch eine von wachsendem Wettbewerb und regulatorischen Debatten geprägte Phase.

Der IPO dürfte zeigen, wie aufnahmebereit der Kapitalmarkt derzeit für renditehungrige, aber verlustträchtige Tech-Modelle mit Plattformcharakter ist – insbesondere in einem Umfeld, das durch geopolitische Spannungen und eine unklare US-Handelspolitik belastet wird.

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