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Trump vergibt Milliardenauftrag für Kampfjet F-47 an Boeing – Hoffnungsschub für angeschlagenen US-Konzern


Mit einem milliardenschweren Auftrag für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation erhält Boeing neuen Rückenwind inmitten schwerer Turbulenzen. US-Präsident Donald Trump kündigte am Freitag an, dem US-Flugzeugbauer den Zuschlag für den Bau des neuen Jets mit der Bezeichnung F-47 erteilt zu haben – eine prestigeträchtige Entscheidung, die den Konzern langfristig mit Aufträgen in dreistelliger Milliardenhöhe versorgen könnte.
„Nichts auf der Welt kommt auch nur annähernd an ihn heran“, schwärmte Trump im Weißen Haus. Der F-47 sei „das fortschrittlichste, fähigste und tödlichste Flugzeug aller Zeiten“. Ein Prototyp fliege laut Trump bereits seit fünf Jahren unter strengster Geheimhaltung – eine Aussage, die in Fachkreisen für Überraschung sorgte, da bislang keine offiziellen Programme für ein sechstes Kampfjet-Modell öffentlich bekannt waren.
Aktuell gelten die F-22 Raptor und F-35 Lightning II als modernste Jets der US-Streitkräfte – beide gehören zur fünften Generation, wobei die F-35 vom Boeing-Rivalen Lockheed Martin gebaut wird. Mit dem F-47 positioniert sich Boeing nun in einem strategischen Schlüsselmarkt zurück an der Spitze der US-Rüstungsindustrie.
Für Boeing kommt die Vergabe zu einem kritischen Zeitpunkt. Seit den Abstürzen zweier 737-Max-Jets 2018 und 2019 steht der Konzern unter erheblichem Druck. Die Folgen der Katastrophen – 346 Todesopfer, weltweite Flugverbote und regulatorische Auflagen – belasten das Unternehmen bis heute. Anfang 2024 wurde Boeing nach einem weiteren Vorfall von der US-Luftfahrtbehörde FAA unter verschärfte Aufsicht gestellt. Der Hersteller darf seine 737-Produktion derzeit nicht über 38 Einheiten pro Monat steigern.
Zudem hatte ein wochenlanger Streik im vergangenen Herbst die Fertigung zusätzlich lahmgelegt. Die Auszeichnung mit dem F-47-Auftrag – initial mit einem Volumen von rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet – dürfte nun jedoch einen wichtigen Wendepunkt markieren. Der tatsächliche Umsatz über die gesamte Laufzeit des Projekts dürfte ein Vielfaches betragen.
Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte das Vorhaben eine „historische Investition in das amerikanische Militär“. Der F-47 soll die Luftwaffe technologisch neu aufstellen – Details zu Ausstattung oder Einsatzprofil bleiben jedoch bislang unter Verschluss.
Dass Trump dem Jet seinen eigenen Präsidentenzähler als Typenbezeichnung verpasst hat – als 45. und 47. US-Präsident – unterstreicht den politischen Symbolwert des Projekts. Für Boeing ist es vor allem: ein Signal der Hoffnung.

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