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Trumps Zölle stoßen globale Märkte in Turbulenzen – US-Börsen brechen ein, Rezessionssorgen steigen

Ein Rückgang von über zwei Billionen US-Dollar im S&P 500 – das ist das direkte Resultat der neuen Zolloffensive der US-Regierung. Mit breit angelegten Importzöllen hat Präsident Donald Trump am Mittwoch eine neue Phase im globalen Handelskonflikt eingeläutet. Die Märkte reagierten prompt: Der Leitindex verlor 4,1 %, der Nasdaq 100 gab 4,4 % nach, und der Russell 2000 stürzte sogar um 5,7 % ab – auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Besonders stark traf es Unternehmen mit international verzweigten Lieferketten, darunter Apple, Nike und Walmart. Parallel sackte der Bloomberg Dollar Spot Index um 2,1 % ab – der schärfste Tagesverlust seit der Einführung des Index im Jahr 2005. Auch Öl und Kryptowährungen gerieten unter Druck. Im Gegenzug flüchteten Investoren in Anleihen: Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel um zehn Basispunkte auf 4,03 %, in der Spitze sogar unter die kritische 4 %-Marke. Die implizite Volatilität – gemessen am Cboe VIX – schnellte auf über 27 und signalisiert akute Nervosität am Markt.

Der Kern der Verunsicherung liegt in der Sorge, dass die abrupt verschärfte Zollpolitik die US-Wirtschaft in eine Rezession treiben könnte. Laut Mary Ann Bartels von Sanctuary Wealth sei das „das Worst-Case-Szenario für Zölle – und keineswegs eingepreist gewesen.“ Der Aktien- und Rentenmarkt entwickelten sich erstmals seit Jahren wieder synchron – allerdings diesmal nach unten. Das ist ein klassisches Zeichen für ein Herunterfahren der Wachstumserwartungen.

Ökonomen und Strategen halten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession inzwischen für deutlich erhöht. Jim Zelter von Apollo Global Management sieht die Gefahr eines wirtschaftlichen Abschwungs inzwischen bei 50 % oder höher – auch weil die Zölle inflationsfördernd wirken und der Fed gleichzeitig geldpolitische Spielräume nehmen. Die Notenbanker haben laut Zinsfutures-Märkten für dieses Jahr zwar bis zu vier Zinssenkungen eingepreist, doch diese Erwartung steht zunehmend unter Druck.

Auch Währungshändler stellen sich auf dauerhafte Volatilität ein. Hedgefonds haben ihre Short-Positionen auf den Dollar ausgeweitet, insbesondere gegenüber Yen und Euro. Dass der Dollar trotz globaler Risikoscheu so stark unter Druck steht, wirft Zweifel an seiner Rolle als sicherer Hafen auf – ein bemerkenswerter Paradigmenwechsel.

Analysten von HSBC und UBS sehen durch die Zölle nicht nur sinkende Gewinnerwartungen, sondern auch sinkende Bewertungen für US-Aktien. Eine Umschichtung von US-Werten in internationale Märkte dürfte sich laut HSBC beschleunigen. Aus technischer Sicht droht der S&P 500 unter die Marke von 5.500 Punkten zu rutschen – ein psychologisch wie charttechnisch bedeutender Schwellenwert. Sollte dieser Bruch eintreten, warnen Analysten vor einer Kettenreaktion, da potenzielle Käufer auf niedrigere Kurse warten könnten.

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