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Black-Friday-Umfrage: Kauflust größer als im Vorjahr – trotz lauter werdender Kritik am Event

Stand der Black Friday vergangenen November noch ganz im Zeichen von Inflation und Konsumflaute, so zeigen deutsche Verbraucher in diesem Jahr wieder mehr Interesse an dem Schnäppchenevent. Das offenbart eine Umfrage der Preisvergleichsplattform idealo [1]. Parallel zur gestiegenen Kauflaune wird aber auch Kritik am Black Friday laut: Vor allem jüngere Onlineshopper äußern Bedenken, ob das Verkaufsevent in Zeiten von Klimakrise und übermäßigem Konsum noch zeitgemäß sei.

Laut der idealo Umfrage planen knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten, am diesjährigen Black Friday auf Schnäppchenjagd zu gehen – und damit wieder mehr Menschen als im Vorjahr. 2022 hatte nur rund die Hälfte (52 Prozent) der Studienteilnehmer angegeben, am Black Friday einkaufen zu wollen. Auch das maximal veranschlagte Budget steigt wieder. Lag der Durchschnittsbetrag 2022 noch bei 280 Euro, so rechnen Konsumenten am diesjährigen Black Friday im Schnitt mit Ausgaben in Höhe von 319 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent [2].

In der direkten Gegenüberstellung mit anderen Schnäppchenevents – etwa dem Prime Day oder dem Cyber Monday – ist der Black Friday am beliebtesten: 56 Prozent der Befragten halten ihn in Bezug auf Auswahl und Preise für das beste Verkaufsevent.

Eine gute Gelegenheit, ohnehin benötigte Anschaffungen zu tätigen

75 Prozent derjenigen, die am Black Friday shoppen möchten, begreifen diesen als Chance, preisgünstig Produkte zu kaufen, die man ohnehin benötigt – energieeffizientere Haushaltsgeräte etwa, welche auf der Wunschliste von knapp einem Fünftel (18 Prozent) der Studienteilnehmer stehen. 84 Prozent stimmen der Aussage zu, der Black Friday biete eine gute Gelegenheit, frühzeitig kostengünstige Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Die meisten Befragten (77 Prozent) finden sogar, dass in Zeiten hoher Inflationsraten mehr Schnäppchenevents wie der Black Friday sinnvoll wären.

Im Hinblick auf die aktuelle Wirtschaftslage geben 43 Prozent an, bei ihren Black-Friday-Einkäufen vermehrt die Preise einzelner Anbieter vergleichen zu wollen. Über drei Viertel planen schon im Vorfeld des Events genau, welche Produkte sie kaufen (78 Prozent) und wie viel sie dafür zahlen möchten (78 Prozent).

„Obwohl wieder mehr Menschen am Black Friday teilnehmen möchten und das veranschlagte Budget steigt, sehen wir auch 2023 einen Einfluss der anhaltend angespannten Wirtschaftslage“, kommentiert Florian Kriegel, Preisexperte bei idealo. „So zeigt unsere Umfrage, dass sich die meisten Verbraucher vorher genau überlegen, was im Warenkorb landen soll und wie viel sie bereit sind, dafür auszugeben. Die Zeiten von Impulskäufen sind vorbei.“

Hälfte der Generation Z hält den Black Friday für nicht mehr zeitgemäß

Parallel zum gestiegenen Interesse am Black Friday werden auch kritische Stimmen laut. Rund ein Viertel (25 Prozent) der Befragten meidet Schnäppchenevents in diesem Jahr. Neben fehlenden finanziellen Mitteln (56 Prozent) zählt zu den Gründen für die Nicht-Teilnahme am Black Friday vor allem auch eine generelle Skepsis gegenüber Verkaufsevents (56 Prozent). Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer (51 Prozent) glaubt, der Rabatt bei Black-Friday-Angeboten lohne sich nicht. 43 Prozent pflichten der Aussage bei, die am Black Friday angebotenen Produkte seien oft Ladenhüter.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt zunehmend eine Rolle: 38 Prozent stimmen zu, dass der Black Friday in Zeiten von Klimakrise und übermäßigem Konsum nicht mehr zeitgemäß sei – in der Gruppe der zwischen 1995 und 2009 Geborenen liegt die Zustimmung sogar bei 52 Prozent. Ganze 60 Prozent der sogenannten Gen Z würden auf ein Black-Friday-Angebot verzichten, wenn sie wüssten, dass es nicht besonders nachhaltig ist.

Alle Ergebnisse der idealo Black-Friday-Umfrage stehen in Form eines Whitepapers kostenlos zum Download bereit.

[1] Alle Daten wurden vom Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag von idealo erhoben. An der landesweiten Online-Befragung im September 2023 nahmen 2.009 Personen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Verbraucher in Deutschland zwischen 18 und 64 Jahren.

[2] Die Daten beruhen auf einer Online-Umfrage aus dem Jahr 2022.

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Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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