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Studie zu Selbstverwirklichung: Arbeiten gehört dazu – selbst bei finanzieller Unabhängigkeit

Nur ein Prozent der Deutschen würde den Beruf aufgeben, um sich selbst zu verwirklichen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Eurojackpot. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Menschen tun würden, wenn sie frei von finanziellen Einschränkungen wären.

Über ein Viertel der Bundesbürger würde sogar explizit das berufliche Umfeld für die Selbstverwirklichung nutzen. Insbesondere zwischen sehr jungen Erwachsenen von 18 bis 24 Jahren und älteren Menschen über 55 Jahren, die die letzte Dekade ihres Berufslebens bestreiten, bestehen dabei jedoch spannende Unterschiede.

Fast die Hälfte der über 55-Jährigen wäre offen für ein neues Studium

Die Mehrheit aller Befragten sowie beider Altersklassen träumt davon, einen Beruf auszuüben, der sie wirklich erfüllt – und würde dafür auch Einkommenseinbußen in Kauf nehmen (Gesamt: 56%; 18- bis 24-Jährige: 55 %; über 55-Jährige: 58 %). Wären sie dabei frei in ihrer Berufswahl, neigten die über 55-Jährigen häufiger zu einem Job in der Wissenschaft oder Bildung und Erziehung. Die Jüngeren würden eher in Richtung Finanzen oder Kunst und Kultur gehen. Und obwohl viele der an beruflicher Selbstverwirklichung interessierten über 55-Jährigen in ihren Jobs etabliert sein dürften, hätten 42 Prozent immer noch Lust auf eine neue Ausbildung, ein Studium oder eine Weiterbildung.

(c) WestLotto

Die Jüngeren bevorzugen die 28-Stunden-Woche

Nahezu die Hälfte der jungen Befragten (45 %) würde sich gern selbstständig machen. Mehr als ein Drittel (38 %) der über 55-Jährigen haben dieses Ziel bereits erreicht, doch weitere 21 Prozent träumen noch davon. Vor allem beim Thema Arbeitszeiten sind sich die Generationen uneinig. So findet bei den Jüngeren ein Modell von 21 bis 28 Stunden pro Woche mit 37 Prozent der Befragten den größten Zuspruch. 30 Prozent aller Befragten wünschen sich ebenfalls diese Wochenarbeitszeit. Die Mehrheit der Älteren (33 %) hingegen ist Verfechter eines 29- bis 40-Stunden-Modells.

Weniger Stunden im Hauptberuf hieße aber nicht automatisch weniger Arbeit. Denn: 38 Prozent der jungen und 34 Prozent der älteren an beruflicher Selbstverwirklichung Interessierten würden sich gern ehrenamtlich stärker einbringen. Jeweils 16 Prozent beider Altersgruppen tun dies bereits. Unabhängig von den Altersgruppen würden sich insgesamt sogar 42 Prozent der Befragten gerne neben dem Beruf ehrenamtlich engagieren.

Zur Studie

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der im Juli des vergangenen Jahres 2015 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse der Befragung wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Samuel Altersberger ist Redakteur beim GewinnerMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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