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intrinsische Motivation
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Ratgeber

Die intrinsische Motivation – den Ehrgeiz in sich selbst entfachen

Die Motivation für eine anstehende Tätigkeit kann aus unterschiedlichen Quellen stammen. Von der extrinsischen Motivation wird immer dann gesprochen, wenn der Einzelne mit Belohnungen, Drohungen, Macht oder einem Zugehörigkeitsgefühl von einer bestimmten Arbeit überzeugt wird. Besser ist dagegen die intrinsische Motivation – doch was ist das eigentlich?

Es kann viele Möglichkeiten geben, einen Angestellten für die tägliche Arbeit zu motivieren. Am besten und einfachsten wird er aber seinen Job verrichten, wenn die Motivation aus ihm selbst stammt, also durch die intrinsische Motivation. Dabei ist es egal, ob er ein Interesse daran hat, die Aufgabe gut zu erledigen. Vielleicht findet er darin sogar Spaß. Oder ihm ist die Sinnhaftigkeit seines Tuns bewusst. Eventuell liegt aber auch keiner diese Gründe vor – stattdessen entspricht es lediglich dem Pflichtbewusstsein und dem sonstigen Wertekompass des Kollegen, seinen Dienst anständig zu verrichten. In jedem Falle kommt die Motivation dafür aus ihm selbst, er muss nicht mit Vorteilen, einer Entlohnung oder mit Drohungen dazu verlockt werden. Er arbeitet auch nicht, um anderen einen Gefallen zu tun.

Der gelungene Start in das Projekt intrinsische Motivation

Doch die intrinsische Motivation lässt sich nicht alleine im Arbeitsalltag beobachten. Sie kann vielmehr überall dort auftreten, wo der Einzelne vor einer Herausforderung steht, die sich nicht ganz einfach und schnell meistern lässt. Sie wird bei allen guten Vorsätzen benötigt. Denn wer künftig mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren möchte, sollte sich selbst für diese Aufgaben motivieren können. Und wie angenehm ist es, die ersten Kilometer aus reinem Spaß zu laufen – statt darin kein Vergnügen zu finden und sich regelrecht über die Strecke quälen zu müssen? Die intrinsische Motivation ist damit auch stärker und nachhaltiger als die extrinsische Motivation. Denn nur bei der intrinsische Motivation kommt der Antrieb aus der individuellen Überzeugung und dem eigenen Wohlergehen.

Sich selbst etwas Gutes tun

Die intrinsische Motivation stellt übrigens nicht zwingend darauf ab, dass eine Tätigkeit im Moment der Ausübung auch wirklich mit Spaß verbunden ist. Dennoch gehen mit ihr oftmals positive Gefühle einher – selbst wenn diese etwas zeitverzögert einsetzen. Etwa, wenn der Einzelne eine Herausforderung gemeistert hat, die zuvor so schwierig wirkte. Oder wenn er durch sein Handeln für sich oder für das Unternehmen einen Fortschritt erzielen konnte. Vielleicht hat er dadurch etwas Neues gelernt oder eine wie auch immer geartete Freude erlebt. Mit diesen guten Gefühlen belohnt er sich selbst – und legt einen zusätzlichen Grundstein für die intrinsische Motivation. Denn wer die hohe Hürde einmal gemeistert hat, der schafft das gerne auch ein weiteres Mal.

Den Spaßfaktor erhöhen durch die intrinsische Motivation

Natürlich stellt sich damit die Frage, ob sich die intrinsische Motivation fördern oder gar grundlegend erlernen lässt. Für eine Verbesserung können indes schon geringe Maßnahmen helfen. Insbesondere umfangreiche und komplex wirkende Projekte sollten in ihre Einzelteile zerlegt werden. Oft fällt die Betrachtung damit leichter und der zu beschreitende Weg hält mehr Glücksmomente bereit. Hilfreich kann zudem eine Fokussierung auf einzelne Teilaufgaben sein. Wichtig ist es demgegenüber aber auch, sich selbst immer wieder Pausen zu gönnen und neue Kräfte zu generieren. Denn es ist egal, wie intensiv die intrinsische Motivation beim Start ausgeprägt war – wer viel Zeit, Nerven oder Energie vergeudet und dennoch keine positiven Ergebnisse erkennen kann, der wird schnell den Spaß an diesem Projekt verlieren.

Für eine Belohnung sorgen

Die intrinsische Motivation lässt sich darüber hinaus durch eine Belohnung fördern. Diese müsste jedoch abermals aus der eigenen Person stammen und ist somit nicht extern in Aussicht zu stellen. Eine solche Belohnung kann bereits darin gesehen werden, eine schwere Aufgabe gemeistert oder einen Fortschritt erreicht zu haben. Wem das nicht genügt, der darf sich selbst kleine Anreize setzen. Etwa den Restaurantbesuch, den freien Tag oder ein kleines Shoppingvergnügen. Zuweilen gelingt es dadurch, sich zu weiterer Arbeit zu motivieren. Allerdings darf die Belohnung nicht so gewählt werden, dass sie das Denken des Betroffenen gänzlich vereinnahmt. Er sollte also nicht von der eigentlichen Herausforderung abgelenkt werden – sondern die Belohnung wird lediglich als kleiner und zusätzlicher Ansporn angesehen.

Intrinsische Motivation: Der Sinn der Tätigkeit

Am leichtesten fallen alle anstehenden Projekte aber immer dann, wenn der Einzelne in ihnen einen echten Sinn erkennt. Wenn er also weiß, wofür er seine Zeit und Mühe einsetzt. Sieht er diese Sinnhaftigkeit, wird die intrinsische Motivation bereits mit einem gewissen Spaß und einer Belohnung für den Aufwand verbunden sein. Wer den Sinn einmal verinnerlicht hat, wird sich selbst bei langfristigen Aufgaben immer wieder gerne und freiwillig an die Arbeit setzen, statt sich dazu durchringen zu müssen. Umso mehr gilt das im Beruf natürlich für alle Personen, die eine übergeordnete Stellung einnehmen und die ihre Angestellten durch das Schaffen eines guten Arbeitsumfeldes dazu verleiten müssen, an jedem einzelnen Tag mit Spaß und Motivation im Büro zu erscheinen.

Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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