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Mit einem Visionboard Ziele und Wünsche visualisieren
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Ratgeber

Mit einem Visionboard Ziele und Wünsche visualisieren

Ziele, Wünsche und Visionen – wie leicht gehen sie im Alltag unter und geraten in Vergessenheit. Dabei ist eine klare Zielsetzung wichtig, um das Leben zu strukturieren, ihm Sinn und Inhalt zu verleihen.

Doch wie gelingt es, seine beruflichen und privaten Visionen zu formulieren und strategisch zu verfolgen? Ein Visionboard kann dabei sehr hilfreich sein. Die Erstellung ist einfach und macht richtig Spaß.

Was ist ein Visionboard?

Das Visionboard wird im Deutschen auch Zielcollage genannt. Im Begriff steckt die Bedeutung: Es handelt sich um eine selbst angefertigte Collage, die mittels Grafiken, Fotos, Zitaten und Affirmationen die eigenen Ziele symbolisiert. Diese Visualisierung hilft dabei, sich auf seine Wünsche zu fokussieren.

Durch die positive und emotionale Gestaltung spricht das Visionboard zudem das Unterbewusstsein an. So kann eine dauerhafte Motivation entstehen, die dargestellten Ziele auch tatsächlich zu erreichen – und das eigene Handeln darauf auszurichten. Unterstützt wird der Effekt durch die Platzierung der Zielcollage an einer Stelle, die oft und gerne aufgesucht wird.

Bereits die Erstellung des Visionboards kann für Aha-Effekte sorgen. Denn wer sich schon lange nicht mehr gefragt hat, was er sich wirklich wünscht, kann bei diesem Schritt auf längst vergessene Wünsche stoßen, die eben doch noch relevant sind.

Welche Lebensbereiche soll das Visionboard abbilden? Möglichst viele. Schließlich wird die ersehnte Weltreise in der Regel durch beruflichen Erfolg ermöglicht. Falls sich zu viele Inhalte ansammeln, können separate Zielcollagen erstellt werden. Und nun geht’s an die Umsetzung des Visionboards in vier einfachen Schritten.

1. Brainstorming für das Visionboard

Beim Brainstorming werden alle Gedanken zum Thema Ziele, Wünsche und Träume notiert. Die Kernfragen lauten: Was will ich mit meinem Leben (noch) anfangen, welche Ziele habe ich? Was ist mir tatsächlich wichtig?

Dabei bitte keine Bewertung der Inhalte vornehmen. Also nicht überlegen, ob es für die Villa am See jemals reichen wird. Es darf und soll groß gedacht werden. Und zwar so lange, bis keine weiteren Wünsche auftauchen.

2. Sortieren und Prioritäten setzen

Nach dem Brainstorming liegt meist eine Menge an Material für das Visionboard vor: Wochenende in Paris, eigener Online-Shop, Weltreise, Hausboot. Vielleicht auch Werte wie Authentizität, Freiheit, Leichtigkeit. Diese Visionen werden nun sortiert und in passende Sparten eingeordnet: Beruf, Privatleben, Familie, Hobby, Reise usw.

Zudem setzt man jetzt Prioritäten. Was liegt mir extrem am Herzen, was wäre allenfalls ganz nett? Auch die Sortierung nach Zeiteinheiten ist sinnvoll. Kurz-, mittel- und langfristige Ziele beispielsweise. Oder man setzt Etappen bei den eigenen Lebensjahrzehnten.

3. Ziele mit dem Visionboard visuell darstellen

Die optische Darstellung der Ziele macht Spaß und regt die Fantasie an. Für den Kurztrip nach Paris steht der Eiffelturm, Federn symbolisieren mehr Leichtigkeit und das Eigenheim wird aus einer Zeitschrift ausgeschnitten.

Wichtig bei der Gestaltung: Positiv soll sie sein, Spaß beim Anschauen machen, freudige Gefühle auslösen. Das motiviert und inspiriert das Unterbewusstsein. Zugleich ist die Eindeutigkeit der Symbole empfehlenswert. Statt des hohen Jahresgehalts einen konkreten Betrag benennen, den geplanten Online-Shop auf einen (realistischen) Starttermin datieren und die erhofften drei Kinder für die Familienplanung auch als solche darstellen.

Übrigens muss ein Visionboard nicht zwangsläufig in 2D als Wandschmuck gestaltet werden. Auch die dreidimensionale Ausführung zum Aufstellen bietet kreative Möglichkeiten, etwa ein Spielzeugauto als Symbol für den Traumwagen oder einen Mini-Globus als Sinnbild für die Weltreise.

4. Praktische Umsetzung

Während des Aussuchens der Symbole formieren sich meist schon Ideen zur endgültigen Umsetzung. Als Basis für das Visionboard können Pappe, Kork, ein Whiteboard, ein Gitter oder Bilderrahmen dienen. Für 3D-Visionboards bieten sich Kartons und Schachteln oder ausgediente Schubladen an, die man nach Vorbild einer Puppenstube zurechtschneidet und bestückt.

Je nach Material wird nun geklebt, getackert, angepinnt. Man kann es nach zeitlicher Reihenfolge gestalten, etwa im linken Bereich die kurzfristigen Ziele, mittig jene für das laufende Jahr und rechts die großen Lebensträume. Auch die Prioritäten kann man optisch setzen: Wichtiges erscheint im Vordergrund, Optionales weiter hinten.

Alternative Online-Visionboard

Wer lieber am PC als am Werktisch arbeitet, kann sein Visionboard digital erstellen. Im Internet finden sich etliche Tools mit Fotos, Grafiken und Aphorismen sowie Apps zur Bildbearbeitung und Gestaltung. Das fertige Werk kann als Bildschirm-Hintergrund genutzt werden und ist so jederzeit präsent. Auch das manuell erstellte Visionboard wirkt am besten, wenn es gut sichtbar platziert und oft betrachtet wird.

Regelmäßiges Update

Naturgemäß wandeln sich die Wünsche, Vorstellungen und Ziele im Lauf der Zeit. Damit das Visionboard ein durchweg hilfreiches Tool bleibt, ist ein regelmäßiges Update empfehlenswert. Je nach Umfang der Veränderungen kann die Collage erweitert oder völlig neu gestaltet werden, etwa zum Jahresende oder am eigenen Geburtstag.

Die regelmäßige Auffrischung des Visionboards hilft dabei, sich immer wieder mit den eigenen Zielen zu beschäftigen, veraltete Vorstellungen loszulassen und Kurskorrekturen vorzunehmen. Damit ist das Visionboard ein hilfreiches, individuelles Tool beim Managen der Karriere und des Privatlebens.

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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