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Darum scheitern Gründer
Photo by Liam Nguyen on Unsplash

Ratgeber

Die 5 größten Fehler bei der Existenzgründung

Auf hochfliegende Hoffnungen folgt oft die Ernüchterung: Bereits in der Gründungsphase scheitern viele Jungunternehmer. Die Gründe sind vielfältig, aber oft auch vermeidbar. Immer wieder bleibt der Erfolg aus, weil elementare Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Wir zeigen hier die wichtigsten Fehler, die sich vermeiden lassen.

Der Jungunternehmer sollte sich nicht ausschließlich auf seinen Optimismus verlassen, sondern auf alle Eigenarten des Marktgeschehens vorbereitet sein.

1. Fehler: Zu geringes Eigenkapital

Jedes Unternehmen muss die Möglichkeit haben, auf liquide Mittel zurückgreifen zu können. Die Märkte sind all zu oft wechselhaft und meist nicht vorhersehbar. Im Fall der Fälle braucht der Gründer Rücklagen, um seine Strategie zu korrigieren oder neue Investitionen zu tätigen, um Durststrecken unbeschadet zu überstehen. Gerade in der Gründungsphase ist noch vieles unklar, immer wieder ergeben sich neue Probleme, mit denen man nicht rechnen konnte.

Deshalb sollte besonders in den ersten Jahren ausreichend Eigenkapital zur Verfügung stehen. Sind die Barmittel zu gering, droht schnell eine Schieflage des jungen Unternehmens. Wenn Fremdmittel beschafft werden müssen, sind die eigenen Rücklagen und – hoffentlich vorhandene – weitere Sicherheiten unabdingbare Voraussetzungen für erfolgreiche Verhandlungen. Kurz gesagt, das Eigenkapital entscheidet über die Flexibilität – und damit über den Erfolg – gerade in der Gründungsphase des Betriebs.

2. Fehler bei der Finanzierung

Der Businessplan enthält meist zwei gegensätzliche Fehleinschätzungen, die in die selbe Richtung wirken und bedrohliches Potential entfalten können. Der Optimismus der Gründung führt zu überzogenen Erwartungen in Bezug auf die Umsätze, und die Finanzierung fällt zu niedrig aus. Aber bald stellt sich heraus, dass die bewilligten Fremdmittel nicht ausreichen. Dann kann es schwierig werden, die bereits bestehenden Kreditlinien auszuweiten. Die Kreditgeber und andere Kapitalgeber wittern Inkompetenz und Missmanagement. Deshalb – lieber mehr Geld aufnehmen und sparsam damit umgehen.

3. Der Markt hat immer recht

Wer das Risiko auf sich nimmt, ein neues Produkt herzustellen oder an den Markt zu bringen, muss von seiner Idee zu einhundert Prozent überzeugt sein. Sehr oft unterschätzt der optimistische Gründer jedoch die realen Verhältnisse – mit unerwarteten Konsequenzen.

So bewertet der Neuling den Markt fehlerhaft oder unterschätzt die Konkurrenz. Die Kundengewinnung gestaltet sich schwieriger als angenommen, die Umsätze bleiben niedrig und die Kosten höher als erwartet. Ein ungünstiger Standort verhindert den Marktzugang, und etliche andere Einschränkungen können den Erfolg des Start Ups gefährden.

Als kleine Faustregel: Wenn ein Markt „leer“ zu sein scheint, gibt es dafür in der Regel auch einen guten Grund.

Entweder es gibt keinen Bedarf oder das Produkt ist so neu, dass es erstmal minutiös erklärt werden muss. Ist ein Markt dagegen „voll“, müssen die Gründer unbedingt Marketing und Verkauf meistern. Dazu hat Markus Baulig uns bereits einige Tipps gegeben.

4. Konflikte unter Gründern

Am Anfang sind alle einer Meinung, bei den ersten Schwierigkeiten läuft jedoch alles auseinander. Sind mehrere Gründer beteiligt, die sich vertraglich als GbR oder sogar als GmbH binden, kommt es auf die Verträge an. Spätestens bei gravierenden Konflikten wird anwaltlicher Rat unabdingbar, denn nicht selten macht man Zugeständnisse an die anderen Beteiligten, die schon in unbedeutenden Krisen nicht mehr zu halten sind.

Rechtsstreitigkeiten sind dann unvermeidlich und nicht selten der Anfang vom Ende. Differenzen frühzeitig erkennen und Konflikte vermeiden, das sind nur zwei der wesentlichen Maximen des Geschäftslebens. Gerade Newcomer sollten solche Fälle im Vorfeld besprechen und auch bei allen Gesellschafterverträgen ordentliche und klare Spielregeln aufstellen.

5. Markt und Marketing

Wer eine Ware anbietet, muss sich bemerkbar machen. Viele Jungunternehmer unterschätzen das Marketing, sind ausschließlich mit ihrer Idee beschäftigt. Aber sie müssen auch wahrgenommen werden, wenn sie erfolgreich sein wollen. Information ist der Motor der Märkte, und deshalb ist es wichtig, alle Kommunikationskanäle zu bedienen, die heute verfügbar sind. Wer mehr über Möglichkeiten im Marketing erfahren will, für den haben wir hier einen Ratgeber erstellt.

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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